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Investitionsstrategie | Zahlen und Fakten | Eisenbahnpolitik

Schienengüterverkehr steigt im ersten Halbjahr 2010 um 18,1% auf 173,9 Millionen beförderte Tonnen

01.09.2010 - Netzwerk Privatbahnen  

Verbände fordern Investitionen in Schieneninfrastruktur

Wie das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung vom 30. August 2010 mitteilt, ist der Güterverkehr auf dem deutschen Schienennetz ist im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um 18,1% gestiegen. Zu dem Wachstum trugen vor allem der innerdeutsche Verkehr sowie der Verkehr aus dem Ausland bei. Der Verkehr ins Ausland stieg nicht in gleichem Maße an. Einzelne Güterabteilungen zeigten ein besonders hohes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr, hierzu gehörten Eisen, Nichteisen-Metallen, Erze und Metallabfällen (Zunahme der Transportmenge teilweise über 50%). Auch Düngemittel (+ 33,6%) und feste mineralische Brennstoffe (+ 21,0%) verzeichneten im ersten Halbjahr 2010 einen überdurchschnittlichen Anstieg.

Zwar gleicht der Anstieg im Wesentlichen den Rückgang der Gütertransporte in den letzten beiden Jahren aus. Der Schienengüterverkehr erreichte im ersten Halbjahr 2010 mit insgesamt 173,9 Millionen beförderten Tonnen noch nicht wieder das Niveau des entsprechenden Zeitraums im Jahr 2007. Damals umfasste das Transportaufkommen 180,1 Millionen Tonnen.

Dennoch ist, auch angesichts der sich langsam fortsetzenden Erholung der Wirtschaft, von einem Entwicklungstrend auszugehen, der mittelfristig dazu führen wird, dass der Schienengüterverkehr weiter wachsen wird. Obwohl diese Entwicklung grundsätzlich als erfreulich begrüßt werden muss, sind in naher Zukunft Kapazitätsengpässe bei der Schieneninfrastruktur zu befürchten.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen hat daher - wie auch schon das Netzwerk Privatbahnen - in einer Erklärung vom 31. August 2010 erneut die Regierung aufgefordert, gegen den sich abzeichnenden “Platzmangel auf Deutschlands Schienenwegen” vorzugehen und zusätzliche Mittel in den Unterhalt und Ausbau der Schieneninfrastruktur zu investieren statt entsprechende Mittel zu kürzen, wie jüngst geschehen.


  
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